Zur Übersicht
Funktion

Die fünf Gesprächsmodi

Prüfungsgespräch, Beratungsgespräch, Coaching-Übung, Debatte, Rollenspiel, wer welche Rolle spielt, was einstellbar ist und wonach das Feedback fragt.

Stand: Oktober 2026

Der Gesprächsmodus ist die wichtigste Angabe im Setup eines Szenarios. Er entscheidet, wen der Avatar spielt und welche Rolle damit Ihnen zufällt, wie hart er nachfasst, womit er die Begrüßung eröffnet und wonach das Feedback am Ende fragt. Er ist unabhängig davon, wie viele Figuren im Bild sind; das ist die Gesprächsform.

Die Rollenverteilung, kurz

Das ist die Tabelle, die man vor der Wahl lesen sollte. In vier von fünf Modi ist der Avatar das Gegenüber und nicht die Führung.

ModusDer Avatar istSie sind
Prüfungsgesprächprüfende PersonPrüfling
Beratungs- oder KlientengesprächPerson mit einem Anliegenberatende Fachkraft
Coaching-ÜbungPerson mit dem FallCoach
DebatteGegenpositionargumentierende Person
Rollenspielfrei bestimmte FigurGegenüber dieser Figur

Die häufigste Verwechslung ist die Coaching-Übung. Wer sie wählt, weil ein Avatar jemanden durch eine Reflexion führen soll, bekommt das Gegenteil: der Avatar bringt den Fall, und die lernende Person coacht. Für „der Avatar führt mich durch eine Reflexion” gibt es derzeit keinen Modus.

Die fünf Modus-Karten im Setup, darüber die Pflichtangaben

Prüfungsgespräch

Mündlich abfragen und nachfassen. Einstellbar sind die Rolle des Avatars, die Themenblöcke in grober Reihenfolge, der Umgang mit Fehlern (Standard, Milde, Streng) und eine Abschlussformel.

Der Avatar bleibt ruhig, sachlich und fair-fordernd, arbeitet die Themenblöcke ab und vertieft auch Antworten, die vollständig klingen, aber an der Oberfläche bleiben. Er lobt nicht und gibt keine Zwischenbewertung. Die Begrüßung ist förmlich und endet direkt mit der ersten Fachfrage. Das Feedback geht die Themenblöcke durch und sagt je Block, was souverän, was oberflächlich und was nicht abgedeckt war, mit Zitaten aus dem Gespräch.

Beratungs- oder Klientengespräch

Eine simulierte Person mit einem Anliegen beraten. Einstellbar sind Name und Alter, die emotionale Ausgangslage, die Situation, die Informationstiefe (knapp oder ausführlich) und drei Schalter: ob die Person ausweichen darf, ob sie selbst einen Abschluss vorschlagen darf und ob sie das Gespräch abbrechen darf.

Der Avatar ist hier eine konkrete Person, kein neutraler Gesprächspartner. Unsicherheit zeigt sich in der Sprache, echtes Zuhören öffnet, vorschnelle Ratschläge führen zum Rückzug. Heikle Inhalte kommen erst, wenn Vertrauen entstanden ist. Das Feedback fragt nach Gesprächsführung: zuhören, paraphrasieren, Emotionen vor Fachberatung, konkrete nächste Schritte.

Coaching-Übung

Gesprächstechniken üben, etwa Fragen stellen und aktiv zuhören. Einstellbar sind die Fallbeschreibung, der Kontext der Person und die gestufte Antworttiefe.

Der Avatar hat den Fall und gibt den Hintergrund nur schrittweise preis: gute, offene Fragen führen zu tieferen Antworten, geschlossene Fragen zu einsilbigen. Er kommentiert die Technik nicht und hält sich kurz, damit die übende Person führt. Das Feedback bewertet die Fragetechnik.

Debatte

Eine Position vertreten und Gegenargumente aushalten. Einstellbar sind die Position des Avatars, die Unterthemen, ein Sprachlern-Fokus mit GER-Niveau von A1 bis C2 und Feedback nach Abschnitten.

Der Avatar bringt aktiv Gegenargumente und lässt sich nur von gut begründeten Argumenten bewegen, nicht von Wiederholung; nimmt er ein Argument auf, sagt er es ausdrücklich. Mit Sprachlern-Fokus spricht er die Fremdsprache auf dem gewählten Niveau und korrigiert Fehler nicht; das Feedback bewertet dann Flüssigkeit und Verständlichkeit statt Grammatik. Das ist der einzige Modus mit einem eigenen Fremdsprachen-Zweig.

Rollenspiel

Eine Figur mit Rolle, Zielen und Grenzen. Der größte Satz an Feldern: Rolle der Figur, institutioneller Kontext, Ziele der Figur, Grenzen der Figur („Was würde die Figur nicht tun oder zugeben?”), Aufgabe der lernenden Person und erwartete Themen.

Der Avatar ist nie Lehrperson, Trainer, Prüfer oder KI. Er bleibt in der Rolle, bewertet nie und fragt bei Unklarheiten in der Rolle nach. Wie weit er sich bewegen lässt, bestimmen Ziele und Grenzen. Die Begrüßung eröffnet aus der Situation, ohne Ansage wie „Willkommen zur Übung”.

Was der Modus sonst noch anfasst

Der Modus wählt für jedes erzeugte Textfeld eine eigene Vorlage, setzt die Rollenrahmung der Instruktion, den Gesprächsfokus, den Feedback-Fokus, den Ton der Begrüßung und die für Lernende sichtbaren Texte. Die ausgefüllten Feinheiten gehen zusätzlich in jede Generierung ein und auch in die virtuelle Testperson. Wechseln Sie den Modus, werden nur die Feinheiten des neuen Modus gespeichert.

Welcher Modus wofür

Gehen Sie vom Übungszweck aus, nicht vom Thema.

Sie wollen üben lassenModus
mündliches Abfragen von Fachwissen, mit NachhakenPrüfungsgespräch
ein Beratungs-, Kunden- oder AufnahmegesprächBeratungs-/Klientengespräch
Fragetechnik und aktives ZuhörenCoaching-Übung
Argumentieren, eine Position vertreten, auch in einer FremdspracheDebatte
eine bestimmte Figur mit eigenen Zielen und GrenzenRollenspiel

Drei Dinge, an denen es regelmäßig hakt.

Die Coaching-Übung verteilt die Rollen anders, als der Name vermuten lässt: Der Avatar ist die Person mit dem Problem, die lernende Person coacht. Wer will, dass der Avatar die lernende Person durch eine Reflexion führt, findet das hier nicht, und auch sonst nirgends. Genau an dieser Stelle ist im September ein Szenario in die falsche Richtung gebaut worden.

Das Rollenspiel ist kein Auffangmodus. Es hat den größten Satz an Feldern, und es lebt davon, dass Ziele und Grenzen der Figur wirklich ausgefüllt sind. Bleiben sie leer, bewegt sich die Figur beliebig. Wenn einer der vier anderen Modi passt, nehmen Sie ihn.

Wechseln Sie den Modus nicht mitten im Aufbau. Gespeichert werden nur die Feinheiten des neuen Modus; was Sie im alten ausgefüllt hatten, ist danach weg. Erst entscheiden, dann ausfüllen.